Wieso, weshalb, warum

Da immer mehr Leute hier mitlesen, die uns nicht persönlich kennen (Herzlich Willkommen auf unserem Blog!), sollten wir vielleicht mal über Grundsätzliches reden. Fragen gab es ja bisher kaum, aber wir können uns vorstellen, dass sich manche doch Fragen stellen. Deshalb beantworten wir hier nicht die Frequently Asked Questions (regelmäßig gestellte Fragen) sondern die Probably Thought About Questions – die Fragen, über die ihr wahrscheinlich nachgedacht habt.

1. Warum haben die so viel Zeit?

Für diese Reise ist ungefähr ein Jahr veranschlagt – Zeit, die wir uns genommen haben. Nach Studium, Ausbildung und ersten Joberfahrungen schien uns der Zeitpunkt günstig, noch einen Zwischenstopp einzulegen, bevor wir richtig ins Berufsleben einsteigen. Also haben wir gekündigt bzw. eine Festanstellung abgelehnt, weil wir zum Einen wissen, dass wir diese Chance nicht so leicht wiederbekommen, zum Anderen glauben, dass wir uns immer irgendwie über Wasser halten werden können. Wir haben beide kein Highschool-Jahr gemacht, kein Au-Pair, kein Auslandssemester. Hat finanziell/zeitlich nicht funktioniert. Längere Zeit ins Ausland wollten wir aber trotzdem mal. Und mit Kindern ist das zwar möglich, aber trotzdem schwieriger. Jetzt also, oder nie.

2. Woher haben die so viel Geld?

Einfache Antwort: gespart. Ausführlichere Antwort: Wir haben bis Ende April in unserer Studentenwohnung gelebt, uns keine Einbauküche und keinen Neuwagen geleistet, nicht sehnsüchtig die neue Sommerkollektion gekauft. Der Plan einer Weltreise steht seit drei Jahren, und seitdem haben wir jede größere Geldsumme, die wir etwa zu Weihnachten bekommen haben (Tausend Dank nochmal!) zurückgelegt und sparsam gelebt. Die Sache mit den Prioritäten. Außerdem ist viel Geld relativ – wir versuchen auch, ziemlich sparsam zu reisen, also kochen wir selbst, übernachten gratis auf Parkplätzen oder in Nationalparks so oft es geht und unternehmen viel, was nichts kostet, wandern zum Beispiel.

Mittagstisch

3. Warum machen die das?

Wir sind glücklicherweise in einer Zeit geboren, in der Reisen unglaublich einfach ist, jedenfalls in viele Länder. Eine Grenzkontrolle oder ein Visum haben wir zwischen Deutschland und Norwegen nirgends gebraucht, nur der Zoll hat einmal ein paar neugierige Fragen gestellt. Anders als anfangs bei unseren Eltern können wir uns ziemlich frei in der Welt bewegen. Und wir dürfen sogar in Ländern wie Australien und Neuseeland arbeiten – wenn man das Visum vor dem 31. Geburtstag beantragt. Eine Chance, die man eine gewisse Zeit hat – und dann nicht so einfach wieder. Da wir beide möglichst viel von der Welt sehen wollen, nutzen wir diese Chancen. Weil Reisen aufregend ist, man unglaublich viel über sich und die Welt ringsum erfährt und die unglaublichsten Sachen sehen und erleben kann. Diese Woche haben wir zum Beispiel Wale gesehen, die einfach vor der Küste umherschwammen.

4. Warum gerade Camping? Preiswert geht doch auch anders, z. B. beim Trampen oder Couchsurfen.

Ja, das stimmt. Und beides wollen wir, z. B. in Neuseeland auch noch nutzen. Was am Campen so toll ist, ist die Unabhängigkeit von anderen Menschen, von Städten, von Buchungen… Wir fahren einfach, wohin wir wollen, solange wir wollen und übernachten, wo es uns gefällt. Dank des Jedermannsrechts in Skandinavien ist es erlaubt und einfach, irgendwo zu übernachten – ohne Campingplatz. Campen bedeutet morgens nach dem Aufstehen gleich draußen zu sein. Das ist manchmal nervig, wenn es kalt ist oder regnet, oft aber auch sehr schön. Es heißt nachts den Regen aufs Dach trommeln hören und beim Hinausschauen manchmal die tollsten Ausblicke zu haben. Wir leben auf unseren etwa 6 Quadratmetern (die Innenfläche in unserem Dacia) ganz gut.

Zeltplatz

5. Was noch?

Natürlich steht euch bei weiteren Fragen auch jederzeit die Kommentarfunktion zur Verfügung oder schreibt uns per Mail an christoph.schaarschmidt@gmx.de. Wir melden uns, sobald wir mal wieder Internet haben.

4 Comments on “Wieso, weshalb, warum

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