In den Bergen Vietnams

Ich hatte von dieser Weltreise erwartet, dass sie meinen Blick auf vieles verändern würde. Dass es meine Einstellung zur Arbeit sein würde, allerdings nicht. Doch die Reisernte im Norden des Landes war zufällig in vollem Gang, als wir Sapa Anfang September erreichten. Freies Internet gibt es in Vietnam in allen Winkeln, und so blieben wir vom allwöchentlichen Schon-wieder-Montag-Gejammer auf Twitter auch hier nicht verschont. Noch dazu kochte in Zwickau, eine halbe Stunde von unserem letzten Wohnort entfernt, gerade wieder einmal die Diskussion hoch, warum Deutschland Flüchtlinge aufnehmen müsse, wenn es doch sooo viele Probleme im eigenen Land gäbe, und ob man denen wirklich neue Markenwaschmaschinen in die vorübergehende Unterkünfte stellen müsse. Und gleichzeitig fanden wir uns in einem Dorf bei Sapa wieder, wo eine Waschmaschine ein unvorstellbarer Luxus wäre und Freizeit nicht einmal als Vorstellung existiert.
Sapa ist, wie die Ha-Long-Bucht, einer der wenigen Orte, die man als Vietnamreisender bildlich bereits im Kopf hat, bevor man sie erreicht: enge Täler, auf denen sich Reisfelder terrassenförmig nach oben an die steilen Bergrücken schmiegen, Menschen mit spitzen, runden Strohhüten, die auf den Feldern arbeiten, Frauen in bunten Trachtenkleidern, die ebensolche auf dem Markt verkaufen. Von der ehemaligen französischen Bergstation erhoffen sich die Touristen, die sie inzwischen scharenweise besuchen, eine Mischung aus Landwirtschaftsromantik und Folklore. Man kann beides hier finden, aber die Medaille hat wie immer zwei Seiten.

Berge und Reisfelder

Im Nachtzug nach Lao Cai

Von Hanoi aus nähern wir und die meisten anderen Reisenden uns per Nachtzug. Für mich im Nachhinein die beste Art, Vietnam zu bereisen. Wir haben uns für die „Hardsleeper“-Kategorie mit 6 Betten pro Abteil entschieden, daneben gibt es noch „Softsleeper“-Abteile mit 4 Betten, Soft Seats mit Polstersitzen, die Holzklasse und extra angehängte Luxuswaggons für Touristen. Unsere Kabine teilen wir uns mit einem Pärchen aus Russland und einer jungen vietnamesischen Familie, denen wir unsere Betten auf der Mittelebene anbieten, denn auf die oberen Betten zu gelangen ist nicht einfach – und für ein Kleinkind schlicht unmöglich. Dankbar nehmen sie unser Angebot an, Worte wechseln wir aufgrund der Sprachbarriere nicht viele, aber wir verstehen uns. Mit „Wir sind ja Nachbarn“ hatte uns der junge Russe begrüßt – sie kamen aus Kaliningrad. Wir erzählen, dass wir gerne dorthin gereist wären auf unserer Europatour, wäre die Sache mit den Visa nicht so kompliziert. Sie nicken, und wir reden noch eine Weile über das Reisen in Vietnam, dann legt sich jeder nach und nach in seine schmale, harte, aber nicht unbequeme Koje. Während der Zug langsam durch die nahezu vollständige Finsternis rumpelt, denke ich darüber nach, wie einfach es ist, wenn man sich nachts im Zug in Vietnam wiederfindet. Wir sind Nachbarn. Und Punkt. Am nächsten Morgen weckt mich der „Coffee? Tea“-Mann, aber bevor ich etwas erwidern kann, ist er schon zum nächsten Abteil gezogen. Draußen ziehen jetzt Palmen und Felder vorbei, ab und zu ein Dorf, ein paar winkende Kinder, in der Ferne graue Berge. Nach den Tagen in Hanoi und auf der Ferieninsel Cat Ba hatte ich nun das Gefühl, das echte Vietnam abseits kennenzulernen.

Nachtzug

Die guten und schlechten Seiten des Tourismus

Als wir nach einer weiteren Dreiviertelstunde im Minibus vom Bahnhof in Lao Cai aus das Bergdorf erreichen, finden wir Sapa bereits fest in den Klauen des Tourismus vor. Der Ort scheint nur aus Hotels, Restaurants und Outdoorläden zu bestehen, und sofort nach der Ankunft werden uns Wandertouren von den H’mong-Frauen aus den Nachbardörfern angeboten. Dabei stand uns der Sinn zunächst nach Frühstück, was wir mit Omelett und Milchkaffee in einem französischen Café dann auch bekaommen. Ein Hotel, das ich mir bei Tripadvisor ausgesucht hatte, liegt gleich gegenüber und da keine Hauptsaison war, zahlen wir etwa 12 Euro für ein wunderbares Zimmer (inklusive Frühstück) im Dachgeschoss mit einer riesigen öffentlichen, aber nur von uns benutzten Terrasse. Und da war sie, die Aussicht auf die Berge und die Reisfelder, auf die wir uns so gefreut hatten. Noch – weitere Hotels rings um unseres sind schon im Bau.

Hotelblick
Zu den Gründen, nach Sapa zu fahren, gehören der Kontakt mit den Minderheiten, die in den Dörfern ringsum leben, und das Wandern durch die Reisterrassen. Zwei Unternehmen vor Ort verbinden beides auf die wohl beste Art und Weise: Sapa Sisters wird von Frauen dieses Volkes geführt und Sapa O’Chau beschäftigt Einheimische als Guides und finanziert außerdem eine Schule für Kinder aus den Minderheiten. Wie wichtig Projekte wie diese sind, wurde uns erst durch die Tour klar, die wir schließlich bei Sapa O’Chau buchten. Andere Touristen, die das Angebot einer der Frauen auf der Straße angenommen hatten, wurden zwar auch zu einem der Dörfer geführt – aber nur, um dort etwas von den Handarbeiten zu kaufen und statt auch zurückgebracht zu werden, eine Rückfahrt mit dem Moped bezahlen zu müssen, haben sie uns erzählt. Viele Menschen in den Dörfern sind arm – Armut ist unter den lange diskriminierten Minderheiten ein größeres Thema als im Rest von Vietnam – und so versucht natürlich jeder, Profit aus dem boomenden Tourismus zu schlagen. Sicherlich könnte man auch auf eigene Faust wandern gehen, aber Ausschilderungen sucht man hier vergebens und ohne die Sprache zu sprechen, würde einem so einiges entgehen. Am Tag vor unserer 2-Tages-Wanderung hatten wir noch zufällig das Glück, das Herbstfest auf dem großen Platz mitzuerleben. Dafür basteln die Schulkinder große dreidimensionale, beleuchtete Figuren, mit denen sie durch die Straßen ziehen, andere tanzen und singen auf der Bühne, während ringsum an zahlreichen Ständen leckere und billige Grillspieße verkauft werden, neben Fleisch und Hühnerfüßen (die Christoph probiert hat!) auch Pilze, Zucchini, Brot und Tofu. Für ein paar Euro haben wir uns an verschieden Ständen einmal quer durch das Angebot gegessen – sehr zu empfehlen!

Barbeque

Das Hmong-Mädchen Sai

Am nächsten Morgen – unsere großen Rucksäcke durften wir netterweise im Hotel lassen – treffen wir am Café von Sapa O’Chau unsere Führerin für die nächsten Tage: Sai, ein 19-jähriges Mädchen der Black Hmong. Sie hat lange braune Haare, die ihr über die Hüfte reichen, trägt eine dunkle Hanfbluse mit Stickereien und einen schwarzen Rock, schwarze Samt-Bandagen um die Knöchel, weiße Plastiksandalen und einen Northface-Rucksack, wie sie in Sapa zu Hauf verkauft werden. Manche davon sind echt, hatte der Lonely Planet geschrieben. In den nächsten zwei Tagen sollten wir sie und ihre Kultur, die so ganz anders ist als unsere, besser kennenlernen. Dennoch kam mir der Gedanke, wie schwer es für sie sein muss, zwischen den Welten zu leben. Seit drei Jahren führt sie Touristen durch die Gegend um Sapa und hat sich seitdem selbst Englisch beigebracht, erfährt dadurch viel über das Leben in Europa und lebt doch selbst in ihrem Dorf ganz anders. Dort ist es am schönsten, hat sie mir erzählt, und sie würde es nicht eintauschen wollen. Sie war einmal in Hanoi und es hat ihr nicht gefallen: zu laut, zu viel Verkehr. Überhaupt fährt sie nicht gern und erzählt mit Schrecken von dem schlimmen Busunfall, der nur zwei Wochen vor unserem Besuch zahlreichen Menschen das Leben gekostet hat. „Laufen ist besser“, sagt sie lächelnd. Und wir laufen. Von Sapa über einen zunächst breiten Waldweg hinab ins Tal, auf schmalen Pfaden durch die Reisfelder, durch Dörfer, über Hügel und immer mit Aussicht auf die Berge und Felder.

Wandern bei Sapa

Das Wetter meint es gut mit uns, während ihre Schwester ihr von Gewitter in ihrem Dorf berichtet – am Handy, versteht sich. Die Holzhäuser in den Dörfern mögen einfach aussehen, aber auch hier haben Elektronik und Co. Einzug gehalten. In den größeren Ortschaften verkaufen die kleinen Läden neben frischen Eiern und Reis auch allerlei in Plastik verpackte Fertignahrung, Softdrinks und Süßigkeiten. In manchen schießen neugebaute Homestays aus dem Boden, die mit einer Übernachtung bei einer Familie zuhause, wie wir sie später erleben, nicht mehr viel zu tun haben. Vietnam verändert sich unter dem Einfluss der Marktwirtschaft und des offenen Tourismus, der wohl erst seit den 1990ern erlaubt ist, schnell und wer es noch echt und roh erleben will, muss sich beeilen oder ins Hinterland reisen. Mittags halten wir an einem kleinen Lokal und werden von Mau Mai begrüßt, einer Hmong-Frau, die 61 Jahre alt ist, aber viel älter aussieht. Am Morgen hat sie auf dem  Reisfeld gearbeitet, jetzt ist sie runter ins Dorf gekommen, um den vorbeikommenden Touristen ihre Handarbeiten anzubieten, die sie in einem Bastkorb getragen hat. Anders als in Sapa haben wir aber nicht das Gefühl, dass es nur ums Verkaufen geht – wir unterhalten uns in einfachem Englisch eine Weile über unsere Familien und unsere Leben. Sie hat Kinder in unserem Alter, insgesamt sind es neun. Ich frage nach dem letzten Winter, weil ich Bilder von Schnee in dieser immer noch subtropischen Gegend gesehen habe, und sie erzählt von der Kälte und vom Feuermachen, und dass ihre Kinder ihr geholfen haben, Schnee zu schippen. Am späten Nachmittag erreichen wir das Haus von Chao Man May. Die Red-Dao-Familie, die uns an diesem Abend beherbergen wird, ist noch auf den Reisfeldern, erklärt uns Sai. Während sie sich hinsetzt und näht, streichele ich die Kätzchen und mache mir Notizen.

Worte aus dem Garten der Familie

Ich kann mich entscheiden, wenig zu konsumieren, kann Selbstversorgung toll finden, wie so viele gerade in Deutschland – hier sind die Menschen darauf angewiesen, wie Mau Mai und ihre Familie. Reis erntet man im Norden Vietnams nur einmal im Jahr, und wenn es zur Erntezeit kalt ist oder regnet, ist der Reis hinüber. Und Reis ist das Nahrungsmittel, das die Leute hier vorwiegend essen. Heute ist großer Erntetag, denn es ist sonnig – und der Reis muss trocknen. Männer und Frauen sind auf den Feldern, die kleinsten Kinder sitzen oder spielen am Rand, mit dreckigen Beinen und Gesichtern, manche nur mit einem Shirt bekleidet. Die älteren arbeiten mit. Der Reis wird zunächst geschnitten, die Bündel zum trocknen liegen gelassen, dann von Männern an eine Eisenwanne geschlagen. Die losen Körner werden auf Plastikplanen zum weiteren Trocknen ausgelegt, dann in Säcke gefüllt. 50-Kilo-Säcke, die die Arbeiter die steilen Hänge hinauf tragen. Ihre Schwester ist neun und trägt schon 15 Kilo, berichtet Sai halb stolz, als sie sieht, wie wir schon dabei scheitern, die 50 Kilo mehr als ein paar Zentimeter anzuheben. Tut dir davon nicht der Rücken weh, frage ich Sai. „Nein“, sagt sie ungläubig, sie habe ja ihren Korb. Auch diese werden selbst hergestellt, geflochten aus Bambus. Beim Lockern der Erde helfen Wasserbüffel, auch Sais Familie hat zwei. Hobbys kennt unser Guide nicht. Wenn sie nicht arbeitet, näht sie ihre Klamotten und hört H’mong-Musik, wie jetzt im Garten des Homestays. Wir sitzen vor einer Holzwand wie im Garten meiner Uroma, vor uns Grün in allen Formen, am Horizont die Berge. Nur dass hinter uns kein Schuppen steht, sondern das Holzhaus der Familie. Küche, Bad und Wohnzimmer sind eins, nur gelegentlich durch dünne Holzwände unterbrochen. Die Schlafzimmer der Familie und zwei Räume mit Betten und Moskitonetzen für die Gäste – uns und drei weitere Wanderer an diesem Tag – schließen sich an.

Abendbrot

Während wir uns kennenlernen und Bier trinken, ist die Familie von der Arbeit zurückgekehrt, nur um gleich mit der Arbeit fürs Abendbrot anzufangen: Feuer entfachen, Gemüse waschen und schnippeln, wobei ich ein bisschen zu helfen versuche, denn es kommt mir komisch vor, mich hier, wo ich doch mehr Gast als Kunde bin, bedienen zu lassen. Erst gibt es selbstgemachte Pommes mit Knoblauch als Snack für uns Touristen, später sitzen wir alle zusammen am großen Esstisch und nehmen uns von den voll beladenen Tellern hier und da etwas in unsere Reisschüssel: Tofu mit Tomatensoße, Kohl, Pilze, Hühnchen und Rind für die Fleischesser, Soja- und Chillisauce. Sai kann verstehen, dass ich in Deutschland kein Fleisch esse. Dass bei uns teilweise tausende Tiere in einem Haus gehalten werden, kann sie sich schlicht nicht vorstellen. Hier rennen Hühner und Schweine weitgehend frei in den Gärten der Familien umher. Welpen, Kücken und Büffel haben immer wieder unseren Weg gekreuzt. Währenddessen dampfen Kräuter in einer Bambusschale über einem weiteren Feuer vor sich hin, die mit heißem Wasser in einem Holzfass später unser Entspannungsbad werden. Draußen zirpen die grünen Riesengrillen, während wir den herben Dampf einatmen, als säßen wir in einer großen Teetasse. Wir sind glücklich und entspannt, aber sind sie es auch? Sie waren den ganzen Tag in der sengenden Sonne auf dem Reisfeld, kochen für uns, waschen auf dem Boden sitzend in großen Schüsseln auf, bereiten die Badefässer zu, nähen vor dem Zu-Bett-Gehen. Der ganze Tag besteht aus Arbeit, abgesehen von ein paar Minuten am Abendbrottisch, wo sie mit uns reden und lachen und mit Reisschnaps anstoßen.

Mond-Halo

Life of Sai

An jenem Abend steht ein Vollmond über Vietnam, um den sich – wie Christoph später herausgefunden hat – ein 22° Mond-Halo gebildet hatte. Sai erzählt uns am nächsten Tag, dass sie Man May, unsere Gastgeberin, nach dem Ring um den Mond gefragt hat, weil sie so etwas noch nie gesehen hat. Für die Red Dao bedeute dieses Zeichen einen Monat gutes Wetter, hat sie erfahren – und das wäre für die Reisernte nur gut. Zeitig, aber müde kriechen wir schließlich unter das Moskitonetz und die schwere Samtbettdecke, hören nichts außer die Grillen und gelegentlich ein Bellen. Nach einem ausgiebigen Pancake-Frühstück am nächsten Morgen – Man May, mit 35 nur wenig älter als wir, ist schon seit 5 Uhr auf den Beinen – machen wir uns mit Sai wieder auf den Weg. Sie zeigt mir, wie man Pferde aus Grashalmen formt. Kinder mit Schulheften kommen uns gegen Mittag entgegen oder spielen in den Dörfern. Hier aufzuwachsen sei toll gewesen, sagt sie. Ob sie selbst Kinder haben möchte, weiß sie aber noch nicht. Seit drei Jahren ist sie verheiratet. „Das ist besser als früher, da wurde mit 14 geheiratet“, sagt sie. Ihr Mann geht noch zur Schule, außerdem hat seine Familie, bei der sie seit der Hochzeit lebt, auch Landwirtschaft. Sie wäre auch gern zur Schule gegangen, sagt sie und ich muss schlucken bei der Vorstellung, dass dieses kluge, selbstbewusste Mädchen nie eine besucht hat. Als sie ein Kind war, sei es nicht üblich gewesen, Mädchen zur Schule zu schicken, um sie nicht zu verlieren, erklärt sie, aber inzwischen würden die Eltern überzeugt, dass es besser sei. „Wenn man nicht vietnamesisch spricht, bekommt man später keine Arbeit in Sapa“, erklärt mir Sai. Sie spricht H’mong, und hat sich neben Englisch in den letzten Jahren auch Vietnamesich beigebracht. Für die Schule von Sapa O’Chau ist sie leider auch schon zu alt. Ich hoffe, sie findet ihren Weg zwischen beiden Welten, denn trotz aller Schwierigkeiten hängt sie an ihrem Dorf.

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Zurück in Sapa genießen wir wieder den Komfort des Hotels, ohne ihn vermisst zu haben. Wir gehen italienisch essen und bummeln vor unserer Abfahrt durch den Markt um Andenken zu kaufen, in der Hoffnung, dass es bei den Menschen in den Dörfern auch ankommt. Sie mögen vieles anbauen können und Tiere züchten, aber von irgendwas müssen sie den Strom bezahlen und das fließende Wasser, wenn sie welches haben. Die Familie vom Homestay hatte einen kleinen alten Röhrenfernseher, ein paar Holzschemel, einfache Holzbetten, ein paar Teller, ein paar vergilbte Bilder an den Wänden, das war’s. Und in Deutschland wollen Menschen, die in Steinhäusern wohnen, deren Ofen auf Knopfdruck Essen aus dem Kühlschrank erhitzen und die einfach so heiß duschen können, wenn ihnen danach ist, nicht verstehen, dass sogenannte „Wirtschaftsflüchtlinge“ nach Europa kommen in der Hoffnung auf ein einfacheres Leben. Was die Menschen in den ländlichen Gegenden Vietnams Arbeit nennen, ist etwas ganz anderes, als jede Woche ins Büro zu gehen. Es hat seine Gründe, warum sie älter aussehen, als sie sind. Und trotzdem habe ich kein Jammern gehört, und auch Mitleid ist sicher fehl am Platz. Wie oft hatten wir mal keinen Bock, zur Schule zu gehen, und Sai durfte gar nicht erst hin. Das Leben in Sapas Dörfern mag uns romantisch erscheinen, und manchmal ist es das sicher auch, da die Menschen, die wir getroffen haben, die Natur um sich genauso schön finden, wie wir, aber es ist auch: hart.

Junge und Wasserbüffel

(Vietnam, Sapa, 5. bis 9. September 2014)

von Laura

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