nullarbor vortex

NullarborVortex-Bearbeitet

Schon vor einiger Zeit bin ich im Internet auf eine eigenartige Technik gestoßen, die den Sternenhimmel seltsam verquirlt erscheinen lässt. Zuerst hielt ich nicht all zu viel davon – scheinen sich doch die Sterne ganz gegen ihre Natur zu bewegen. Nachdem ich jedoch herausfand, wie dieser Vortex-Trail genannte Effekt zustande kommt, war ich dann doch begeistert. Es gibt wie so oft zwei Möglichkeiten zum Ziel zu gelangen. Tatsächlich kann man die Sternenspiralen analog mit einer einzelnen Aufnahme und ohne Computer erzielen. Alles was man tun muss, ist, während einer Langzeitbelichtung des Sternenhimmels langsam und konstant zu zoomen. Da man für dieses Unterfangen jedoch entweder ein unmögliches Feingefühl oder einen motorisierten Zoom benötigt, habe ich zur Alternative am Computer gegriffen. Vielleicht schaffe ich es in den nächsten Wochen eine ausführliche Anleitung dafür zu schreiben.

Auf dem Bild sieht man mich an einem der vielen Aussichtspunkte am Kliff der Nullarbor Plain stehen. Es war einer der ersten wunderbar klaren Tage, an denen ich abends nicht arbeiten musste und somit kurz vor Sonnenuntergang aufbrechen konnte. 700km westlich und 500km östlich befindet sich in dieser Region Australiens nichts außer ein paar Roadhäusern, von denen eines nun schon seit einem Monat unsere Arbeitsstelle ist. Während der etwa vier Stunden, die ich an diesem Ort verbrachte, kamen nur eine Hand voll Fahrzeuge die nahegelegene Straße entlanggefahren. Hier in der Mitte der größten baumlosen Kalksteinebene der Welt bekommt man, was man in Deutschland vergebens sucht: Klare Nächte ohne jegliche störende Lichtquellen. Na gut, der Mond hat an diesem Tag die Landschaft beleuchtet. Die Sternenspuren selbst wurden über einen Zeitraum von 1,5 Stunden aufgenommen. Danach habe ich mich selbst noch in das Bild gestellt, denn durch das Zoomen entsteht normalerweise ein völlig verschwommener Vordergrund.

Daten

  • Stativ
  • Canon EOS 70D
  • Sigma 10mm f2.8 Fisheye
  • programmierbarer Auslöser
  • 192 Einzelaufnahmen für den Sternenhimmel und eines für den Vordergrund mit
  • ISO 800, f2.8, 10mm Brennweite und 20s Belichtungszeit
  • bearbeitet und zusammengesetzt mit Lightroom, Photoshop, After Effects und LRTimelapse

Was denkst du? What do you think?

%d Bloggern gefällt das: