the edge of gunlom

GunlomFallsTrail-Bearbeitet

Bildbeilage hat ein neues Titelbild! Das wurde eigentlich auch endlich mal Zeit, oder? Die perfekte Gelegenheit, wieder einmal die Geschichte zum Bild zu erzählen. Das Foto zeigt mich an der Kante des Gunlom Wasserfalls im Kakadu Nationalpark. Das felsige Flussbett liegt im Schatten und wird nur vom Schein der schon etwa eine Stunde zuvor untergegangenen Sonne beleuchtet, während die Landschaft unterhalb des Wasserfalls sowie Teile der Felsen vom hinter der Kamera befindlichen, aufgehenden Mond angestrahlt werden. Im Tal sieht man einzelne Lichter und Lagerfeuer von dem direkt neben dem Wasserfall liegenden Bushcamp. In der Regenzeit stürzen an diesem Punkt jede Sekunde enorme Wassermassen die etwa 70m hohe Felswand herab. In der Trockenzeit hingegen ist nur noch ein kleines Rinnsaal davon übrig. Jedoch kann man während dieser Zeit in mehreren von den Kräften des Wassers geformten Pools baden gehen, während im Becken unterhalb des Wasserfalls Krokodile herumschwimmen. Wer also den anstrengenden Aufstieg in Kauf nimmt, wird mit einem der abenteuerlichsten, natürlichen Infinity-Pools der Welt belohnt. Der Kakadu Nationalpark befindet sich im Northern Territory Australiens in der Nähe von Darwin und ist, wie so ziemlich alles in Australien, riesig. Um genau zu sein: in etwa so groß wie Sachsen. Um die Gunlom Falls zu erreichen, muss man daher auch einen etwa 40km langen, erbärmlichen Feldweg vorbei an Autowracks unglücklicher Backpacker auf sich nehmen.

Unsere erste Besichtigung des Wasserfalls haben wir zusammen mit einem der Ranger des Parks unternommen. An allen Sehenswürdigkeiten bietet die Parkverwaltung sehr interessante und vor allem kostenlose Führungen an, die wir, so oft wir nur konnten, in Anspruch genommen haben. Gegen Abend machten wir uns dann noch einmal auf den Weg, um bei Sonnenuntergang schwimmen zu gehen und danach darauf zu warten, dass sich endlich alle Besucher vor Einbruch der Dunkelheit in ihre Zelte begeben. Die Aufnahme habe ich etwa eine Stunde nach Sonnenuntergang begonnen und danach über einen Zeitraum von eineinhalb Stunden 189 aufeinanderfolgende Einzelbilder geschossen. Natürlich habe ich über diesen Zeitraum nicht ruhig an der Felskante gestanden, sondern nur im letzten Moment für die Kamera posiert. Alle Bilder habe ich später am Computer zusammengesetzt und war schlussendlich mehr als glücklich, dass man meine zitternden Beine nicht sieht.

Daten:

  • Canon EOS70D
  • Sigma 10mm f2.8 Fisheye
  • Stativ
  • Programmierbarer Auslöser
  • 189 Einzelbilder für die Sternenspuren mit ISO 400, f2.8, 10mm Brennweite und 25s Belichtungszeit
  • Einzelbild etwa eine Stunde nach Sonnenuntergang für den Vordergrund mit ISO 500, f2.8, 10mm Brennweite und 30s Belichtungszeit
  • Bearbeitet und zusammengesetzt mit Lightroom, Photoshop und LRTimelapse

 

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